Die NZZ am Sonntag hat jeweils eine Seite, worauf sie sich der “Computerei” widmet.
Heute zu lesen:
- Warum Skype so gut ist und es jede/r nutzen sollte
- Was man tun kann, um seine Privatsphäre in Facebook zu schützen
Beide Artikel für sich genommen sind schon problematisch, aber auf einer Seite zusammengefasst, sind sie beinahe schon Satire.
Skype hat in der Vergangenheit mit Intransparenz und Datensicherheitsbedenken von sich reden gemacht. Es lohnt sich, die damals geschriebenen Kommentare noch einmal zu lesen – und die verschiedenen ausfindig gemachten Seiten noch einmal zu besuchen. Zusammengefasst: Die Skype-Software ist closed source, das heisst, niemand kann nachvollziehen, was sie ganz GENAU tut. Einige findige Hacker haben herausgefunden, dass Skype offenbar aufgrund von Sicherheitsproblemen einige Downtimes hatte, und ebenfalls verschiedene Dateien auf den Benutzer-PCs ausspioniert. Wenn man bedenkt, dass Skype zu eBay gehört (welche ja auch imme mal wieder Datensicherheits-Probleme haben, auf der anderen Seite aber natürlich an den Daten ihrer Nutzer interessiert sind), tun sich hier schon irgendwie Abgründe auf…
Der Artikel über Facebook ist im Prinzip völlig redundant; natürlich kann man auf dieser Plattform seine Privatsphäre schützen, also sicherstellen, dass nicht alle ALLES, was man dort so veröffentlicht, lesen können. Auf der anderen Seite ist völlig klar, dass Facebook über Nutzerdaten verfügt, welche vermutlich Millionen wert sein dürften. Selbst ebenfalls auf Facebook, wäre es für mich ein Leichtes, einiges an relativ intimen Daten, inkl. Interessen, Wohnorten, Telefonnummern, Beziehungen, “Top 5 Movies” usw. über meine Freunde (und andere, welche ihr Profil offen haben) herauszufinden, zu katalogisieren und dann gezielt weiterzuverwenden. Facebook hat immer wieder betont, dass die Firma nichts dergleichen anstrebt; als kürzlich die T&C geändert wurden, war der Aufschrei enorm und die Medienresonanz beträchtlich (den Imageschaden wird das Unternehmen so schnell nicht mehr los).
Was ich sagen will – in Summe spielt es wohl keine Rolle, ob ich meine Daten in Facebook vermeintlich schütze, denn die wahre Gefahr geht vermutlich von den Unternehmen selbst aus.
Was weiss Google über mich? Was weiss Facebook über mich? Wer protokolliert meine Skype-Gespräche mit? Wie transparent bin ich, wenn man mich übers Netz verfolgt? Man sollte mit den eigenen Daten stets sehr sorgfältig umgehen – und die NZZ hat leider in beiden Artikeln die wahre Problematik nicht erwähnt.













